Studentische Vortragsreihe 2013

Wissbegierig?

Die studentische Vortragsreihe 2013 ist eine farbenfrohe Komposition topaktueller philosophischer Ideen und studentischer Forschungsprojekte. Das reiche Spektrum der Vorträge erstreckt sich von Drogen und Moral, Dante in Krieg und Krise über Descartes’ Gehirnwäsche, propositionalen Quantoren in der aktuellen wissenschaftlichen Debatte, Hegel als Dialethisten bis hin zur Grenze von Maschine und Welt. Klingt interessant? – Dann komm einfach vorbei, wir freuen uns auf Dich.

Programm

Moritz Scherzer (Universität Stuttgart), 15.05.2013, 19:30, M36.31

Warum staatliche Drogenverbote unmoralisch sind

Staatliche Drogenverbote spiegeln die Intuition der meisten Menschen wider, gelten aus Sicht der empirischen Wissenschaften jedoch als äußerst umstritten. Dass sie darüber hinaus auch moralisch nicht zu rechtfertigen sind, werde ich in meinem Vortrag zeigen.

Marcella Dillig (Universität Stuttgart), 29.05.2013, 19:30, M36.31

Dante – Dichter und Philosoph in Krieg und Krise

Dante Alighieri ist Dichter, homo politicus und Philosoph, inspiriert von Aristoteles und Thomas von Aquin. Seine Überlegungen zu staatlicher Herrschaft, Gesellschaft und Religion als Scholastiker, zeigt er in seinen („göttlichen“) literarischen Werken. In meinem Vortrag soll es zum einen um die Umsetzung philosophischer Ideen in Dantes Dichtungen gehen und zum anderen um deren geschichtlichen Hintergründe.

Tobias Störzinger (Universität Stuttgart), 19.06.2013, 19:30, M36.31

Descartes’ Gehirnwäsche – Wider den Versuch der Erklärung
des Sozialen durch den methodologischen Individualismus.

Mein Vortrag soll sich mit der Frage beschäftigen, inwiefern der methodologische Individualismus als Theorierahmen für eine Thematisierung des Sozialen herangezogen werden kann. Hierbei wird mein Fokus auf solchen Positionen liegen, welche nur ausgehend vom vorgesellschaftlichen Individuum, kooperative Formen des Handelns erläutern möchten. Wenn ich diese Konzeptionen kritisiere, mag der Verdacht nahe liegen, mir ginge es um die Beschwörung übernatürlicher und überpersonaler Gespenster. Aber auch entgegen solcher Auffassungen soll deutlich gemacht werden, dass ‚der Geist‘ und damit die wesentliche Fähigkeit als Menschen kompetente Handlungsvollzüge ausführen zu können, ‚zwischen den Köpfen‘ – wie Stekeler-Weithofer auch im Rückgriff auf Hegel sagt – in unseren gemeinsamen Praxen liegt.

Jonathan Mai (Universität Heidelberg), 26.06.2013, 19:30, M36.31

Propositionale Quantoren

Eine Reihe von Philosophen und Linguisten hält es für ausgemacht, dass die beste Erklärung für das semantische Verhalten von dass-Sätzen nicht vereinbar ist mit der weit verbreiteten Überzeugung, dass Einstellungssätze – Sätze wie „Odile glaubt, dass Phosphorus ein Grieche ist“ – zweistellige Relationen zu dem zuschreiben, was dass-Sätze bezeichnen. Allerdings stellt sich diesen abweichenden Geistern das Problem, wieso aus „Odile glaubt alles, was Peter glaubt, und Peter glaubt, dass Phosphorus ein Grieche ist“ der obige Satz folgt. Gemäß einer Lösung gehorchen propositionale Quantoren – Wörter wie z.B. „alles“ oder „etwas“, die an der Position von dass-Sätzen auftreten können – einer substitutionellen Semantik. In meinem Vortrag möchte ich zeigen, dass diese Lösung nicht akzeptabel ist.

Yven Leist (Universität Stuttgart), 03.07.2013, 19:30, M36.31

War Hegel ein Dialethist?

Laut dem Dialethismus gibt es Sätze oder Propositionen die sowohl wahr als auch falsch sind. Hegels Dialektik wird oft unterstellt sie beruhe im Kern ebenfalls auf dieser These. Diese Unterstellung sowie den Vorwurf dialethistische Positionen seien nicht rational begründbar möchte ich diskutieren.

Martin Maga (Universität Stuttgart), 10.07.2013, 19:30, M36.31

Die Grenze von Maschine und Welt

Die Begriffe Bewusstsein, Sprache, Maschine und ihre Zusammenhänge werden in der Mathematik, der Informatik, der Linguistik, der Kognitionswissenschaft sowie der Philosophie erforscht. Die Fragen auf diesem Gebiet sind dringlicher, die Antworten spannender denn je, wie auch das Human Brain Project zeigt. In meinem Vortrag vertrete ich die These, dass ausnahmslos allen Maschinen fundamentale, epistemologische Grenzen gesetzt sind. Es zeigt sich außerdem eine befremdliche Spannung zwischen unseren Erkenntnisansprüchen auf der einen Seite und unseren Erkenntnisfähigkeiten auf der anderen – Bedeuten die Grenzen unserer Maschinen die Grenzen unserer Welt?

Was ist die studentische Vortragsreihe?

Die studentische Vortragsreihe bietet allen Studenten, aller Semester, aller Fachrichtungen, aller Universitäten Raum ihre philosophischen Ideen vorzustellen und zu diskutieren. Sie bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, sich sowohl über eigene initiale philosophische Überlegungen und Ideen als auch über eigene philosophische Untersuchungen und Forschungsprojekte frei, offen und fair auszutauschen. Die studentische Vortragsreihe ist dabei vollständig in studentischer Hand und findet jedes Semester statt. An mehreren Abenden tragen Studenten mit den unterschiedlichsten fachlichen Hintergründen voller Kreativität, Eigensinn und Engagement ihre einzigartigen Gedanken vor. Im Anschluss an die Vorträge lassen wir den Abend für gewöhnlich mit Speis und Trank im Café Faust ausklingen. Neugierig geworden? – Dann solltest du keinen Vortrag verpassen. Komm einfach vorbei, wir freuen uns auf Dich. Du möchtest selbst vortragen? – Dann schreib uns und teile uns Deine Ideen mit. Hier gehts zur studentischen Vortragsreihe 2012–2013. Fotos der letzen Vorträge findest du in unserem Fotoalbum.

Fragwürdig?

Du hast noch Fragen an uns? Du hast Gedanken die du uns gerne mitteilen möchtest? – Dann kontaktiere uns, wir sind gerne für Dich da. Wir freuen uns auch über ein Kommentar von Dir.

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3 Gedanken zu “Studentische Vortragsreihe 2013

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