Studentische Vortragsreihe WS 2015/16

studentische_vortragsreihe_2015

Mittwoch, 16. Dezember 2015
Alexander Belak

Thema:
Kann man sich dazu entscheiden, etwas zu glauben? Ich glaube schon.

Abstract:
Die diesjährige Preisfrage zum Essaypreis der Gesellschaft für analytische Philosophie lautete: „Kann man sich dazu entscheiden, etwas zu glauben?“. Eine mögliche Antwort soll in diesem Vortrag besprochen und diskutiert werden. Im alltäglichen Sprachgebrauch finden wir unterschiedliche Bedeutungen des Wortes „glauben“. So kann es zum einen im Sinne eines religiösen Glaubens, aber auch im Sinne der Abwesenheit von tatsächlichem Wissen gebraucht werden. Damit die anfangs gestellte Frage beantwortet werden kann, muss zunächst eine Definition von Glauben entwickelt werden, um der Gefahr eines äquivokativen Gebrauchs dieses Begriffs zu entgehen. Die dafür vorgenommenen Untersuchungen geben uns hoffentlich die richtigen Werkzeuge zur Hand, um eine zufriedenstellende Antwort zu finden.

Mittwoch, 13. Januar 2016
Simon Hollnaicher und Louis Kohlmann

Thema:
Ergebnisoptimierung durch Erwartungsreduktion?

Abstract:
„is doch ganz klar: wenn man mit weniger erwartung an eine sache rangeht kann das ergebnis nur zur zufriedenheit ausfallen :D“

Mittwoch, 20. Januar 2016
Kaan Isik

Thema:
Kant und die moderne Physik

Abstract:
Die Entwicklungen der modernen Physik scheinen im Widerspruch zu der kantischen Erkenntnistheorie zu stehen. Sowohl die in Einsteins Relativitätstheorie entwickelte Raumzeit als auch der Kausalbegriff in der modernen Quantenphysik können scheinbar nicht mit den Auffassungen Kants vereinbart werden. Doch der Schein trügt.

Dieser Vortrag möchte zeigen, dass ein tiefergehendes Verständnis der kantischen Erkenntnistheorie diesen Widerspruch als ein scheinbaren entlarvt; und das erst durch Kants transzendentalen Ansatz die Ergebnisse der Relativitätstheorie und Quantenphysik ihre berechtigte Deutung finden.

Mittwoch, 27. Januar 2016
Patrick Blank und Gholam Movahedian

Thema:
Die Lehre vom Zerfall: Was will uns die radikale Skepsis Ciorans sagen?

Abstract:
In diesem Vortrag soll in die tiefen Abgründe der radikalen Skepsis des rumänischen Philosophen E. M. Cioran eingeführt werden. Aus Betrachtungen, wie den einem seiner Aphorismusbände, der die Geburt als Nachteil beklagt, versuchen wir anschaulich zu machen, was Cioran uns mit seinem Stil des „Aphorismus der Verneinung“ sagen möchte, ob uns eine zutiefst skeptische Position aus ihrem Selbstverständnis heraus überhaupt etwas sagen darf und ob oder inwiefern man hier überhaupt von Philosophie sprechen kann.